Into Art(ists) Lecture Series
Lena Henke über Rebecca Warren
Mit der Into Art(ists) Lecture Series lädt CCA Berlin Künstler*innen, Kurator*innen und Kunsthistoriker*innen ein, ihre Perspektiven auf das Werk zeitgenössischer Kunstschaffender zu teilen. In den kommenden Monaten präsentieren sie informelle Gespräche, Vorträge oder andere Formate, die sich jeweils einer einzelnen künstlerischen Praxis widmen. Die Reihe eröffnet dem Publikum neue Zugänge zu bedeutenden Künstler*innen und erweitert zugleich das Bildungsprogramm von CCA Berlin.
Am 25. März um 19 Uhr beginnt CCA Berlins Vortragsreihe Into Art(ists) mit einem Beitrag der in Berlin lebenden Künstlerin Lena Henke über das Werk der britischen Bildhauerin Rebecca Warren. Der Vortrag findet auf Englisch statt. Eintritt frei.
Rebecca Warren (1965) ist bekannt für ihre Skulpturen aus Materialien wie Ton, Bronze und Stahl sowie für Vitrinen und wandbasierte Assemblagen, die Neon, Wolle, Papier, Faden und andere Materialien einbeziehen. Ihre Bronze- und ungebundenen Tonarbeiten nehmen häufig veränderliche, körperhafte Formen an – teils cartoonhaft, teils erotisch – und erscheinen als hybride Figuren oder als sich verschiebende Körper aus mehreren Fragmenten. Warren lebt und arbeitet in London. Ihre Arbeiten wurden 2011 auf der 54. Biennale von Venedig gezeigt, und sie hatte Einzelausstellungen u. a. im Dallas Museum of Art, Musée National Eugène Delacroix in Paris, Tate St Ives und der Fondation Vincent van Gogh Arles.
Die skulpturale Praxis von Lena Henke (1982) umfasst ein breites Spektrum an Materialien und Formaten, das sich häufig in weitläufigen räumlichen Installationen entfaltet. Ihre Arbeiten setzen sich mit Architektur, urbanen Umgebungen und psychologischen Raumverhältnissen auseinander und integrieren oft übernommene Objekte und Situationen. Wiederkehrende Motive in ihrer Praxis sind Eingriffe in traditionelle Bildhauermethoden, Anspielungen auf anthroposophische Ideen sowie ein biografisch gefärbter Umgang mit räumlicher Kontrolle. Unter Einfluss von Minimalismus und Land Art kombiniert Henke diese Referenzen mit surrealistischen Bildwelten und schafft so komplexe räumliche Erzählungen.
Rebecca Warren, Helmut Crumb, 1998. © Rebecca Warren, Courtesy Maureen Paley, Galerie Max Hetzler und Matthew Marks Gallery.
Lena Henke. Foto: Volker Conradus