CCA × DAAD
Winter 26
Eröffnung:
26. November 2026
18–21 Uhr
CCA Berlin und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD freuen sich, die Gruppenausstellung Winter 26 mit Arbeiten von Tacita Dean, Annika Eriksson, Ayşe Erkmen, Shadi Habib Allah, Aziz Hazara, Thomas Struth, Reijiro Wada, Wang Tuo, Haegue Yang und Trevor Yeung zu präsentieren.
Winter 26 ist nach Sommer 24 und Frühling 25 die dritte Gruppenausstellung des CCA Berlin mit Künstler*innen, die in Berlin leben und arbeiten. Diesmal zeigen in der Stadt ansässige Künstler*innen gemeinsam mit aktuellen, ehemaligen und zukünftigen Stipendiat*innen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Das Programm hat sie nach Berlin gebracht, und einige von ihnen sind geblieben.
Berlin ist seit Langem ein Ort, der von den Bewegungen von Künstler*innen und den Gemeinschaften, die sie bilden, geprägt wird. Viele kommen für ein paar Monate, ein Jahr oder länger. Manche gehen wieder, manche bleiben, manche kehren zurück. Die Ausstellung fragt, wie Menschen in einer Stadt wie dieser ihren Platz finden, etwa durch Freundschaften, geteilte Ateliers, lange Gespräche und zufällige Begegnungen.
Alle Künstler*innen haben ihre Arbeiten eigens für diese Ausstellung und ihre Räumlichkeiten ausgewählt. Die gezeigten Arbeiten beschäftigen sich mit sehr unterschiedlichen Arten von Raum. Manche sind vertraut: ein Wohnzimmer, ein provisorischer Bau zum Spielen. Andere sind weniger sichtbar: die verborgene Anordnung von Minenfeldern, Hypnose oder die Wege, die Abfall um die Welt nimmt. Diese Räume unterscheiden sich in Größe und Umständen, doch sie alle prägen, wie wir uns bewegen und leben und wie uns Orte in Erinnerung bleiben.
Winter 26 ist die letzte Ausstellung im Eiermann-Bau am Breitscheidplatz, bevor CCA Berlin im März 2027 wegen der Sanierung des Gebäudes auszieht. Egon Eiermann entwarf das Ensemble Anfang der 1960er-Jahre neben der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche: ein neuer Bau neben einem beschädigten, in einer Stadt, die sich noch im Wiederaufbau befand. Ein ähnlicher Moment des Übergangs betrifft das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, das nach einem Jahrzehnt seine Räume in Kreuzberg verlassen hat. Für beide Institutionen werfen diese Erfahrungen Fragen auf: Was hält ein Ort fest? Was bedeutet es, sich zwischen Räumen zu bewegen? Und was nimmt man mit? Die Künstler*innen haben ihre Arbeiten mit diesen Fragen im Blick ausgewählt und zeigen unterschiedliche Weisen, sich zu Räumen in Beziehung zu setzen.
Indem sie diese Formen des Bewohnens, Bauens und Erinnerns zusammenbringt, blickt Winter 26 auf Berlin als eine Stadt, die sich mit den Menschen verändert, die durch sie hindurchziehen, bleiben und zurückkehren.
Tacita Dean, Bubble House (exterior), 1999. © Tacita Dean. Courtesy die Künstlerin, Frith Street Gallery, London und Marian Goodman Gallery New York/Paris.
Kurator*innen: Sofie Krogh Christensen, Fabian Schöneich
Kuratorische Assistenz: Amelie Lill